Trakehner Verband - Zuchtbezirk Westfalen  
  
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Trakehner Hengstschau 2008


10. Hengstschau des Zuchtbezirks Westfalen 2008

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„Wenn die Trakehner auftreten, geht die Sonne auf!“
Sie ist für jeden Pferde-Fan ein Muss: die Trakehner Hengstschau, die alljährlich vom Zuchtbezirk Westfalen ausgerichtet wird und bei der sich die besten Vererber der Zucht die Ehre geben. Dem Zuchtbezirksvorsitzenden Dr. Hans H. Becker und seinem gesamten Team ist es wichtig, den Gästen, die aus allen Teilen Deutschlands und aus dem benachbarten Ausland in das Westfälische Pferdezentrum nach Münster-Handorf kommen, eine möglichst breite Vielfalt von Trakehner Vatertieren vorzustellen. Über 50 Hengste für den Glanzpunkt im Terminkalender zu organisieren und diese mit samt ihren Besitzern, Reitern und Pflegern vor Ort so zu koordinieren, dass alles reibungslos verläuft, ist keine leichte Aufgabe. Das Team aus Westfalen schaffte es vom Feinsten und sorgte mit der zehnten Auflage der Hengstschau für ein unvergleichliches Erlebnis!

Der Auftakt vor ausverkauftem Haus machte Zauberfürst v. Interconti-Caprimond. Unter Friederike Schulz-Wallner vom Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger präsentierte sich der braune vierjährige Prämienhengst elastisch und besonders abgeklärt. 2007 hatte Zauberfürst mehrfach und sehr deutlich auf sich aufmerksam: Beim Trakehner Bundesturnier wurde er Champion der dreijährigen Hengste, vertrat die Trakehner Farben beim Bundeschampionat in Warendorf und platzierte sich dort auf einem hervorragenden zweiten Platz!

Weitere Spitzensportler folgten – vom frisch gekörten Vererber bis zu den Beschälern, die sich im Grand Prix messen. Schwungvoll und noch ganz in der Entwicklung stehend, trat Okavango mit Olympiareiterin Ingrid Klimke auf. Der Hibiskus-Sixtus-Sohn ist ein drahtiger Athlet mit viel Potenzial und in Dänemark bei Familie Nissen beheimatet. Bundeschampionatsteilnehmer Imperio v. Connery-Balfour xx brillierte mit Anna Sophie Fibelkorn und beeindruckte mit einer großen, übersetzten Galoppade. Der Axis-Itaxerxes-Sohn Ballzauber vom Gestüt Gorlo wurde von Ellen Anger bestens in Szene gesetzt und Lars Gehrmann war begeistert: „Wenn man ihn hier so sieht, darf man sich auf die Fohlen freuen.“ Drei,- vier- und fünfjährig war er für das Bundeschampionat qualifiziert: Le Rouge v. Prêt á Porter-Tycoon. Mittlerweile ist der Siegerhengst 2004 vom Klosterhof Medingen reiterlich weit gefördert, hat sich enorm entwickelt und besticht mit ungemeiner Leichtfüßigkeit. Falk Rosenbauer verbreitete mit Siegerhengst K2 v. Stradivari-Inschallah Dressurgenuss. Der schwarzbraune Neunjährige war in der vergangenen Saison etliche Male bis zur Intermediaire I platziert und ist auf dem Gestüt Grönwohldhof stationiert.

Erfolgsreiterin Katja Camp kümmert sich um die Ausbildung von Kasimir v. Ivernel-Charly Chaplin. Der Beschäler vom Gut Elmarshausen verkörpert das Bild eines modernen Trakehner Dressurhengstes – schwungvolle, elastische Grundgangarten sind sein Markenzeichen. Schon fast in der sportlichen Königsklasse angekommen, ist Insterburg v. Hohenstein-Giorgio Armani. Der typvolle Rappe war Dritter bei der Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde in Verden 2005 und im vergangenen Jahr Finalist beim Nürnberger Burg-Pokal. Nationenpreisreiterin Carola Koppelmann stellte Insterburg vorbildlich vor und erntete für die Galoppade Szenenapplaus.

Der Chefbereiter vom Gestüt Wiesenhof Michael Oldenbourg lag nach einer Blinddarm-OP im Krankenhaus und konnte nicht an Münster-Handorf kommen. Kurzfristig sprang Kilian Hüttner ein und präsentierte die zwei Spitzenvererber Monteverdi v. Partout-Matador und Münchhausen v. Hohenstein-Königstein vorzüglich. Beide Hengste tragen das TSF-Gütesiegel und sind typstarke Sportler, die mit Leichtfüßigkeit, Elastizität und Dynamik schwerste Lektionen spielerisch meistern.

Dann bekamen die Hürdenspezialisten ihre Bühne: Echte Augenweiden waren unter anderem Hirtentanz v. Axis-Kostolany, der mit Takashi Haase demonstrierte, dass Elchschaufelträger einen sehr ansehnlichen Sprung machen – das Bundeschampionat 2008 ist das Ziel der beiden, das sie mit dieser Form sicherlich ohne Probleme erreichen. Schon am Sport-Zenit angekommen, sind Isabell Heckmann und Heops. Der typvolle russische Hengst von Herson-Pawitsch scheint unbegrenztes Vermögen zu haben – jedenfalls reichte die westfälische Ständerhöhe nicht aus: Das Paar flog über alles!

Abwechslungsreich ging es im Programm weiter: Vom Vollblüter Betel xx über den durchs Feuer springenden Kasparow bis zu den Vollblutarabern Pamir ox, Dschehim ox und Said ox vom Baden-Württembergischen Haupt- und Landgestüt in Marbach reichte die Hengstpalette.
Das Ende der zehnten Trakehner Hengstschau in Westfalen stand ganz im Zeichen des großen Sports: Terhi Stegars demonstrierte die S-Reife von Axis v. Sixtus-Angard. Zwei Vollbrüder, die immer für großes Aufsehen sorgen, sind Kaiserdom TSF und Kaiserkult TSF (v. Van Deyk-Gajus). Kathrin Meyer zu Strohen und Dorothee Schneider ließen ihre Partner tanzen – schön!
Gleiches taten auch Verbandpräsidentin Petra Wilm, die Paradehengst King Arthur v. Buddenbrock-Consul wie immer gekonnt durch das Viereck pilotierte und Friederike Peters, die Bewegungskünstler Hofrat v. Gribaldi-Guter Planet glänzend in Szene setzte.

Zum Abschluss hatten die Veranstalter für das Publikum noch eine besondere Überraschung im Gepäck: Burkhard Wahler und sein Sohn Christoph präsentierten die Beschälergiganten Hohenstein und Caprimond in einem Pas de Deux. Das Bild von den Vätern mit ihren Söhnen verzauberte die Zuschauer und machte deutlich, was den Trakehner Flair ausmacht: Adel, Eleganz und ungemeine Leistungsbereitschaft!
Der Nachmittag in Münster-Handorf, dem noch die Frühjahrskörung vorangegangen war, bei der Dramatiker v. Bardolino und Symont v. Monteverdi gekört wurden, war bei besten Frühlingswetter ein strahlender Auftakt in die Trakehner Saison 2008. Vermarktungsleiter Pit Krautwig vom Westfälischen Pferdezentrum sagte es so: „Wenn die Trakehner auftreten, geht die Sonne auf!“

 



Adamello

 


Axis

 


Ballzauber

 


Bel Espace Go

 


Betel

 


Camaro

 


Canzler

 


Caprimond Hohenstein

 


Chronist

 


Couracius

 


Cousteau

 


Der Duerer

 


Donaufels

 

 


Fotos: Jutta Bauernschmitt - Peter Richterich