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Trakehner Hengstschau 2006

Kommentar von Erhard Schulte

8. Trakehner Hengstschau 2006 - eine glanzvolle Veranstaltung!

Es war nicht einfach, die großartigen Eindrücke, die vorangegangene Hengstschauen hinterließen, zu überbieten, doch am 11. Februar 2006 ist es gelungen:

Vor der imposanten Kulisse einer ausverkauften Halle präsentierten sich in einem fast vierstündigen Programm 43 Trakehner Hengste, Englische Vollblüter und zwei Vertreter der arabischen Rassen einem begeisterten Publikum.
Hohe Anerkennung gilt den Hengsthaltern, die z. T. weite Anfahrtswege bei widrigen Wetterverhältnissen nicht scheuten. - Umso bedauerlicher das Fehlen der Hengste aus dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger und dem Gestüt Elmarshausen, denen der erneute Wintereinbruch den Auftritt verwehrte. Zahlreiche Höhepunkte rissen die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin: Sei es der Eröffnungsauftritt von Hofrat, der Weltmeister Grafenstolz im Sprung über einen Sekttisch, die ästhetischen Darbietungen von Insterburg, Epernay, Axis, Oliver Twist oder Blitz und Donner.

Es war auch die Schau der Junghengste des Körjahrgangs 2005: Beeindruckend wie sich die Jünglinge zum ersten Mal in einer noch ungewohnten Atmosphäre vor vollen Rängen präsentierten - zu den Höhepunkten zählten die Auftritte des Siegers Herzensdieb und seines Jahrgangsgefährten Canzler .

Das hohe Qualitätsniveau der jüngeren Beschälergeneration demonstrierten Karolinger I, K2, Pricolino, Sambatänzer, In Petto und Le Rouge. Höchste Leistungsbereitschaft und vielseitige Veranlagung gleichermaßen demonstrierte Kasparow.

"Talente und Genies!" beschrieb treffend die begeisternden Springdarbietungen von Benedict AA, Camaro, Bel Espace Go und Heops.
Sportliche Sympathieträger sind Handryk, Farinelli und Chardonnay, die sich an der Hand päsentieren durften.
Und besonders große Sympathie galt auch dem Auftritt von Ursprung und Lions Club in "Die S- Klasse". Zu stehenden Ovationen veranlaßten jedoch die mitreißenden Dressurdarbietungen auf höchstem Niveau in der Kür von Kapriolan F, Polarzauber, Kaiser Wilhelm und den Vollbrüdern Kaiserdom und Kaiserkult.

In Perfektion wurde Kapriolan F vorgestellt, seine Reiterin Eva Zieglwalner erhielt in feierlicher Amtshandlung das Goldene Reitabzeichen verliehen. Polarzauber wird immer mehr zum gleichzeitigen Sympathie- und Werbeträger seiner Rasse. Kaiser Wilhelm demonstrierte höchste Rittigkeit und Geschmeidigkeit auf Grand-Prix-Niveau. Und um ein Brüderpaar wie die "Kaiser..." von Van Deyk wird die Trakehner Zucht wohl von allen Zuchtverbänden beneidet. Ihre Vorstellungen hinterließen Gänsehaut.

Das Delegierten- und Arbeitsteam des Zuchtbezirks Westfalen unter der Leitung von Dr. Hans H. Becker, Organisation: Bernd Berge, hat sich wieder einmal hervorragend geschlagen - nicht zu vergessen die Damen des Zuchtbezirks, die die viele Meter lange Kuchentheke mit Selbstgebackenem betreuten. Der beste Lohn sind die allseits uneingeschränkten Lobeshymnen für eine strahlende Veranstaltung.